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Spermidin Kapseln
Corporate
22.10.2020

Nachgefragt: Wie kommt das Spermidin in die Kapsel?

10 Jahre Forschung und der Stand der Wissenschaft in einer Kapsel vereint – wie geht das eigentlich? Um Euch ein paar tiefere Einblicke in die Produktion unseres Produkts zu geben, haben wir mit dem Head of Industrial Engineering, Dipl.-Ing. Markus Stauber, gesprochen. Im Interview erklärt er, wie aus dem sensiblen Rohstoff Weizenkeim das wird, was Ihr alle kennt: unsere kleinen, wertvollen Kapseln.

Grundlegendes zuerst: Welche Ausbildung haben Sie absolviert, um bei Longevity Labs+ zu arbeiten? Wie sind Sie auf Longevity Labs+ als Arbeitgeber gekommen?

Also zuerst mal hab ich Verfahrenstechnik auf der TU Graz studiert. Das kann man sich als Bindeglied zwischen Maschinenbau und Chemie mit einer spezifischen verfahrenstechnischen Vertiefung vorstellen. Das Studium ist meine Grundlage, um so eine Produktion aufzubauen und zu leiten. Da ich mich schon früh auf natürliche Rohstoffe spezialisiert habe, hat das mit spermidineLIFE® sehr gut gepasst.

Und was ist das Besondere an der Produktion der spermidineLIFE® Produkte?

Das große Geheimnis in unserem Unternehmen ist die Extraktion und Aufbereitung des Weizenkeimextraktes. Also wir produzieren hier in Graz in einem speziellen Verfahren das Flüssigextrakt. Die Kapseln werden dann woanders fertiggestellt. Besonders wichtig dabei ist, dass die Qualität gleichbleibend und steigend ist.

Wie kann das garantiert werden?

Generell ist ja der Rohstoff der natürliche Weizenkeim. Jetzt ist aber nicht jeder Weizenkeim gleich gut für diesen Prozess geeignet. Deshalb sind alle Rohstoffe, die nach Graz kommen, schon mehrfach – sprich mikrobiologisch sowie auf Spermidin-Qualität – von uns aber auch durch unabhängige Stellen getestet. Das ist unter anderem so wichtig, weil wir in unserem Produktionsprozess absolut kein synthetisches Spermidin verwenden, so wie es manche unserer Wettbewerber machen, sondern nur das natürliche, im Weizenkeim vorhandene Spermidin extrahieren und aufkonzentrieren. Daher ist eben die hohe Qualität der Weizenkeime und des Extraktionsprozesses entscheidend.

Wissen Sie denn immer, wo die Weizenkeime herkommen?

Wir verwenden zum einen ausschließlich natürliche Weizenkeimsorten und zum anderen Lieferanten aus der DACH-Region. Keine genetisch veränderten Weizenkeime, kein Weizen aus Übersee oder Fernost. Nur wenn die Qualität des Weizenkeims auch passt, haben wir die richtige Ausbeute an Spermidin.

Gibt es Richtlinien, die Sie einhalten?

Ja, sicher! Wir machen laufend Qualitätsproben und dokumentieren vor und nach jedem Prozessschritt. Zu jeder Produktionsstufe und zu jedem Prozess gibt’s Analysen – auch, weil wir ja so eng mit der Universität Graz zusammenarbeiten. Und außerdem sind wir GMP- und HACCP zertifiziert.

Wo lagern eigentlich die ganzen Weizenkeime?

Das Lager ist direkt bei uns, da wir unsere wichtigste und sehr sensible Ingredienz nur so auch wirklich kontrollieren können. So können wir die Prozessketten hier in Graz ganz kurz halten.

Und wie wird aus Weizenkeimen das angesprochene Flüssigextrakt?

Das muss man sich ein bisschen wie Kaffeekochen vorstellen, nur ein bisschen komplexer eben. Die Stoffe werden aus einem festen Stoff heraus-extrahiert. Was wir unseren Konkurrenten voraushaben, und was für die Kunden auch ein wahnsinnig wichtiger Faktor ist, ist dass wir keine chemischen Additive verwenden. Wir steuern wirklich gezielt mit natürlichen Additiven gewisse Polyamin-Strukturen und Polyamin-Ketten an und lösen sie heraus. Und eines dieser Polyamine ist eben das sogenannte Spermidin. Oder ganz einfach ausgedrückt: Wir verwenden kein synthetisch hergestelltes, sondern ausnahmslos natürliches Spermidin aus Weizenkeimen für unsere Produkte.

Das Verfahren wurde ja gemeinsam mit der Universität Graz entwickelt. Wie lang habt ihr daran geforscht?

Die Erforschung der Wirkung hat schon 10 Jahre gedauert. Parallel dazu wurde fast ebenso lange untersucht, wie man das Spermidin eben gezielt aus verschiedenen Rohstoffen herauslösen kann – vor allem eben aus dem Weizenkeim.

Und wie kann man sich die heutige Produktion vorstellen? Läuft das 24 Stunden lang?

Also aktuell produzieren wir in Graz in einem 2-Schicht-Betrieb. Die erste Schicht fängt um 6 Uhr an und Betriebsende ist dann um 22 Uhr. Das mit dem Schichtbetrieb liegt unter anderem auch daran, dass die sensiblen Fettsäuren rasch verarbeitet werden müssen und nur so die gleichbleibende Qualität garantiert werden kann.

Muss man sich da riesige Hallen vorstellen?

Jein. Wir haben ein Pharmagebäude übernommen und das passt natürlich perfekt von der Ausrüstung und Arbeitsumgebung her. Und nun haben wir eine kleine, feine aber technisch sehr komplexe Produktion in einem Reinraumumfeld.

Aber wie groß ist das jetzt? Wie mein Wohnzimmer oder doch wie eine Riesenhalle?

Ich weiß nicht wie groß Ihr Wohnzimmer ist… (lacht)

Na, sagen wir – ich schätz einmal 20, 25 Quadratmeter.

Nein, so klein ist es nicht. Ich denke, die reinen Produktionsflächen sind rund 200-250 Quadratmeter und mindestens noch einmal so viel für Lager- und Laborflächen. Aber wie gesagt, wir stellen hier nur das Flüssigextrakt her, das braucht lang nicht so viel Platz wie das Verkapseln und Verpacken. Bei uns in Graz finden einfach die für die Qualität des Produktes relevanten Schritte statt.

Seit wann sind Sie Teil des Teams?

Ich bin ziemlich frisch dabei. Ich hab mein ganzes Studium lang mit natürlichen Ressourcen und natürlichen Rohstoffen gearbeitet und viele dieser Stoffe veredelt… Aber auch außerhalb des Studiums, also privat und als Hobby, habe ich solche Grundoperationen durchgeführt. Es ist ein großes Glück für mich, dass ich jetzt bei Longevity Labs+ bin und mich prozesstechnisch positiv einbringen kann. Ich habe, so zu sagen, mein Hobby zum Beruf gemacht.

Wie viele Leute sind bei Ihnen im Team?

Also in der Produktion an sich sind wir ca. 15 Leute, die sich da in einem Rad abwechseln. Und ein Teil hilft dann natürlich auch bei der Verpackung und bei allen nötigen Prozessen, die das fertige Produkt generieren.

Wer arbeitet alles an so einer Extraktion mit?

Unsere Teams arbeiten immer zu viert und kommen zu 95% aus der Nahrungsmittelindustrie. Da wir sehr hohe Hygienestandards haben, können wir jetzt, sagen wir mal, nicht jeden daran arbeiten lassen. Die Durchführenden sind primär speziell geschultes Personal, aber es müssen keine WissenschaftlerInnen sein – Hygiene, Genauigkeit und Zuverlässigkeit sind die wesentlichsten Faktoren. Ich bereite die Produktion so auf, dass meine MitarbeiterInnen alles ausführen können. Sprich der Prozess an sich wird permanent wissenschaftlich begleitet.

Danke für das Gespräch!

Aber gern.

Head of Industrial Engineering, Dipl.-Ing. Markus Stauber
Dipl.-Ing. Markus Stauber

Head of Industrial Engineering

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