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Fertiggerichte
Ernährung
17.01.2021

Frisch statt fertig! Denn Fertiggerichte machen alt.

Sich gesünder zu ernähren ist ein recht häufiger Neujahrsvorsatz und generell IMMER die richtige Entscheidung! Unser heutiger Tipp ist daher: Verzichtet doch mal auf Fertiggerichte! Denn die machen uns nachweislich alt, wie ForscherInnen herausgefunden haben.

„In diesem Jahr ernähre ich mich gesünder!“ Wie oft haben wir diesen Vorsatz schon gefasst und wie lange hat er jedes Mal gehalten? Das mag auch daran liegen, dass gesunde Ernährung schwer greifbar ist. Ja, es hat etwas mit viel Gemüse und Obst und der Reduktion von Zucker zu tun. Manchmal aber sind die kleinen Veränderungen viel mehr wert als die großen, weil wir sie einfach länger durchhalten können. Deshalb haben wir heute einen planbaren und daher leicht umsetzbaren Ernährungstipp für Euch und Eure Zellen: Lasst doch mal die Fertiggerichte weg!

Das Problem ist klar: Die Zeit drängt. Bei der Arbeit geht es wieder einmal drunter und drüber. Zum Kochen bleibt schlichtweg keine Zeit. Also greifen wir zu praktischen Fertiggerichten, die nur noch etwas Wasser brauchen oder gar ohne Vorbereitung in maximal 15 Minuten fertig auf dem Tisch stehen. Von Instant-Kartoffelpüree über Tiefkühlpizza bis hin zum Schnitzel im garfertigen Behälter – die Auswahl im Supermarkt ist mittlerweile enorm. Einfach Deckel abziehen und rein damit in die Mikrowelle. Bequemer geht’s gar nicht.

Und obwohl die Abwechslung bei den Speisen suggeriert, dass es sich hier um abwechslungsreiche und damit gesunde Kost handeln würde, ist das leider in keiner Weise der Fall. Dass Fertiggerichte dick und krank machen können, wissen wir ja schon lange. Frühere Studien konnten Zusammenhänge mit Bluthochdruck, Dickleibigkeit, Depression, Diabetes und einigen Krebsarten nachweisen. Spanische ForscherInnen haben jetzt aber herausgefunden, dass Fertiggerichte noch wesentlich tiefergreifendere, negative Einflüsse auf unsere Gesundheit haben: Denn sie beschleunigen das Altern!

Beunruhigende Studienergebnisse

Wer sich häufig von Fertiggerichten wie Tiefkühlpizza, Würstel und Keksen ernährt, statt frisch zubereitete Speisen zu konsumieren, hat nachweislich kürzere Telomere. Zur Erinnerung: Telomere sind die Schutzkappen unserer Chromosomen und schützen somit unser Erbgut. Da sie bei jeder Zellteilung kürzer werden, gelten sie als Gradmesser für das Altern. Je kürzer die Telomere sind, desto älter ist ein Lebewesen! Wer mehr dazu nachlesen will, der kann das hier tun.

Menschen, die also häufig zu Fertiggerichten greifen, weisen eindeutige Anzeichen für früheres, biologisches Altern auf – und zwar auf zellulärer Ebene. Denn Fertiggerichte beschleunigen den Verkürzungsprozess der Telomere und lassen die Zellen damit schneller altern. Zu dieser neuen Erkenntnis gelangte ein Team rund um die Ernährungswissenschaftlerin Lucia Alonso-Pedrero von der Universität Navarra in Spanien im Jahr 2020.

Sie werteten im Zuge einer Studie die Daten von rund 900 älteren Personen aus, deren Durchschnittsalter bei knapp 68 Jahren lag. Je nach Essverhalten wurden die ProbandInnen in vier Gruppen unterteilt: Die erste Gruppe aß weniger als zwei „ultra processed foods“ pro Tag. Die vierte Gruppe aß mehr als drei der industriell hergestellten, stark verarbeiteten Lebensmittel und nahm dadurch mehr Fette, Salze und Cholesterin sowie weniger Gemüse und Obst zu sich.

Das Ergebnis: Bei den Männern und Frauen der vierten Gruppe gab es nicht nur deutlich mehr Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sondern sie hatten eine um 82% erhöhte Wahrscheinlichkeit verkürzter Telomere im Vergleich zur ersten Gruppe!

Heißt das jetzt Fertiggerichte = Altern?

Ja und nein! Denn für einen direkten kausalen Zusammenhang müssen erst weitere Studien durchgeführt werden, um den genauen Mechanismus zu eruieren. Klar ist aber umso mehr, dass das Essen von besonders vielen industriell hergestellten Nahrungsmitteln ungesund ist.

Das liegt vor allem daran, dass solche Nahrungsmittel oft hohe Mengen an gesättigten Fetten, Salzen und Zucker sowie Zusatzstoffe wie Farb- und Geschmacksstoffe oder Konservierungsmittel enthalten. Demgegenüber sind die lebenswichtigen Nährstoffe, die unser Körper braucht, unterrepräsentiert.

Außerdem wird bei Fertiggerichten oft getrickst. Was auf der Packung frisch und farbenprächtig aussieht, ist leider meist mehr Schein als Sein. So sind die saftigen Früchte auf dem Joghurtbecher im Fruchtjoghurt oft nicht enthalten. Die schöne rosa Farbe kommt stattdessen vom Saft der Roten Rübe. Statt der Früchte sind Fruchtreste eingearbeitet, die künstlich aromatisiert wurden, damit sie nach Erdbeere schmecken.

Und damit sind wir bei einem weiteren Kern des Problems angelangt. Die enthaltenen, künstlichen Aromen starten einen Teufelskreis: Sie sprechen unseren Geschmackssinn stärker an, woraufhin wir frische Speisen als fad und geschmacklos empfinden. Wir werden im wahrsten Sinne des Wortes „süchtig“ nach den Fertiggerichten, die uns ein intensiveres Geschmackserlebnis bieten.

Weitere ungesunde Faktoren der Fertiggerichte sind einerseits die Portionsgröße: Für manche sind die Portionen schlichtweg zu groß, dennoch essen wir sie auf. – Was am Teller liegt, wird schließlich gegessen. – Andererseits haben die industriell hergestellten Nahrungsmittel durch den zusätzlichen Zucker mehr Kalorien als notwendig wäre. Beides begünstigt über längere Zeit Übergewicht.

Fazit

Was also tun, wenn wir unseren Neujahrsvorsatz, uns gesünder zu ernähren, ernst nehmen wollen? Nun, generell Fertiggerichte reduzieren oder weglassen. Das heißt Aufmerksamkeit beim Einkaufen! Ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät viel über die Natürlichkeit des Lebensmittels. Denn auch wenn auf dem Fertiggericht „Bio“ steht, heißt das nicht, dass es nicht auch Konservierungsstoffe und Zucker enthalten kann!

Einmal zum fertigen Blätter- oder Pizzateig zu greifen, ist hingegen völlig in Ordnung! Sofern die Pizza dann mit frischen Zutaten und viel Gemüse belegt wird. Passierte Tomaten oder Tomaten aus der Dose sind hier übrigens auch kein Problem. Denn die enthalten sogar oft mehr sekundäre Pflanzenstoffe als in rohen Tomaten steckt.

Auch reines Tiefkühlgemüse ist eine gute Alternative. Das geht ebenfalls schnell und enthält in den meisten Fällen wertvolle Vitamine und Nährstoffe, die durch das Schockfrieren zum Teil besser erhalten sind als in frischen Produkten, da sie leicht verderblich sind. Und wenn schon Kartoffelpüree, dann wenn möglich selbst kochen! Ist schnell erledigt, und schmeckt viel besser!

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