Soul
11.05.2020

Danke, lieber Tag

Achtsamkeit ist in aller Munde – und auch wir sprechen heute darüber. Gerade in Zeiten der Krise kommt es wieder auf die Kleinigkeiten an. Wir haben einen einfachen Tipp, wie man ihnen wieder mehr Bedeutung schenken kann: und zwar seitenweise.

Nicht nur eine ausgewogene Ernährung, Bewegung, genug Flüssigkeit und Powerstoffe wie Spermidin tragen dazu bei, dass wir uns jung und vital fühlen. Auch die Seele muss gefüttert werden. Und da gibt es eine wunderbare Nahrungsergänzung, die uns rundum guttut. Wir sagen nur: Liebes Tagebuch …

Gerade in den letzten Wochen war es oft schwer, die Balance zu halten. Die meisten von uns kennen das Gefühl: Jeder Tag hat sich wie ein Sonntag angefühlt, man weiß nicht einmal mehr, welcher Tag wirklich ist. Manchmal kommt man kaum aus der Jogginghose raus und schon gar nicht in die Gänge. Freilich: Es gibt auch die, die sich auf einmal über einen legendären Muskelaufbau freuen, eine Wohnung haben, die noch nie so sauber war, gefühlt auch noch drei Fremdsprachen gelernt haben und die Yoga-Skills, die sie vorher nicht hatten, auf einmal perfektioniert haben. Aber ganz ehrlich: Diese großen Gewinner der Corona-Krise … von denen gibt es nicht allzu viele. Viele Menschen haben sich gelangweilt, andere sind vereinsamt oder haben manchmal eine depressive Verstimmung verspürt.

Wir sind es ja gewöhnt, uns regelmäßig mit Freunden, Verwandten und Kollegen auszutauschen. Viele Glücksmomente entstehen durch die Begegnung mit anderen liebgewonnenen Menschen. Wie kann man die Seele nun füttern, wenn man so viel Zeit mit sich alleine verbringt und gefühlt nichts passiert?

Ganz einfach: die Perspektive wechseln – und genau dorthin sehen, wo auch während einer Krise das Schöne passiert. Das kann in den eigenen vier Wänden sein, das kann bei einem Spaziergang sein, bei einem Video-Call mit Menschen, die man gerne umarmen möchte. Man muss nur darauf achten und seinen Blickwinkel dorthin richten.

Klar, leichter wäre es, darüber zu jammern, was man alles nicht macht, was anders läuft, als man es vorhatte. Aber wir alle wissen: Das bringt nichts. Probieren wir doch lieber etwas anderes aus. Bestimmt hat jeder von uns ein leeres Notizbuch daheim liegen. Das wird ab sofort das Achtsamkeitstagebuch. Ein Tagebuch, indem man nur die schönen Dinge notiert – und zwar ausschließlich das, was Freude bereitet. Auf keiner Seite ist Platz für einen negativen Gedanken. Das Büchlein widmet sich nur dem Guten, das passiert. Und jetzt hinsetzen und überlegen: Welche 5 Dinge haben mich heute lächeln lassen? Da fällt einem schnell viel ein. Hier nur ein paar Beispiele: Der Baum gegenüber beginnt zu blühen. Der Kaffee am Morgen hat mich munter gemacht. Ich habe mit einem guten Freund telefoniert. Ich habe ein T-Shirt angezogen, das ich schon ganz im Kasten vergessen habe. Ich habe mir etwas besonders Gutes gekocht. Die Nachbarin hat Kuchen für mich gebacken. Ich habe ein neues Rezept entdeckt. Ich habe zufällig einen Bekannten getroffen. Der Verkäufer im Supermarkt war so freundlich. Möglichkeiten gibt’s genug – wir müssen nur auf sie schauen!

Was bringt dieses Achtsamkeitstagebuch? Zum einen überlegen wir wieder, was uns Freude macht, anstatt ins Raunzen zu verfallen. Zum anderen achten wir auf Kleinigkeiten, die wir sonst vermutlich gleich vergessen haben. Wir gewöhnen uns daran, unsere Blickrichtung zu ändern und denken insgesamt positiver. Und da das Leben immer so schön ist, wie wir es finden, kann es somit als deutlich erfreulicher wahrgenommen werden. Noch etwas Schönes: Wenn man ein paar Jahre später darin blättert, erinnert man sich an vieles – zum Beispiel die erste Begegnung mit einem besonderen Menschen. Wer weiß, was noch alles in diesem Tagebuch stehen wird. Aber beginnen wir doch gleich einmal mit: Danke, lieber Tag! Wofür? Gleich überlegen!


Sophia Hintermayer

Junior Project Manager

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